Samstag, 24. November 2018

EiNAB 30 - Mehr ist nicht mehr - Lässt sich ein Zuviel an Geschenken vermeiden?

Neulich feierten wir Kindergeburtstag mit Großeltern und Urgroßeltern. Unser Kind bekam vor allem Bücher, Hörspiele, ein größeres Lernspielzeug mit einem interaktivem Stift, was sie sich gewünscht hatte, dazu ein paar "Kleinigkeiten" wie Strumpfhosen, Süßigkeiten, Stifte. Am Ende ein umfangreicher Stapel neuer Habseligkeiten, obwohl doch jeder nicht zu viel schenken wollte. Und Weihnachten steht vor der Tür.

Zuviel ist nicht immer besser.

Auch ich habe zur "Geschenkeflut" beigetragen, denn ich hab eine Menge (gebrauchte) Mangas geschenkt, die wir gern gemeinsam lesen. Ein Schlüsselmoment war für mich, als sich mein Großvater im Sessel zurücklehnte und sagte: "Ihr könntet ja einen Spielzeugladen eröffnen!"

Er hat recht. Schaut man sich bei uns um, ist überall Spielzeug. In den vergangenen Jahren gab es ja immer wieder Anlässe, was zu schenken und zu kaufen und was nicht kaputt ist, wird auch nicht weggeschmissen bzw. wollen sich die Kinder davon auch nicht trennen. Wir haben eigentlich immer versucht, nicht zu übertreiben, aber an Weihnachten, Geburtstagen und Ostern kommt trotzdem schnell einiges zusammen.

Früher war alles ... weniger

Mein Opa erzählte dann von seiner Kindheit in den Kriegsjahren. Spielzeug-Geschenke waren da die absolute Ausnahme. Man erbte von den älteren Geschwistern oder von den Eltern und viele seiner Spielsachen hütet er noch heute auf dem Dachboden. Überhaupt, der Dachboden. In der Familie gab es offenbar den Brauch, dass Spielzeug in der Adventszeit oder an Weihnachten vom Dachboden hervorgeholt wurde. Oft hatten die Eltern dann Kaputtes repariert, die Farben der Holzautos aufgefrischt und die Gardinen in der Puppenstube gewaschen. In der Winterzeit standen dann Puppenhaus, Eisenbahn, Holzautos, natürlich auch Soldaten und Holzgewehr, Puppen und Puppenwagen zur Verfügung. Den Kindern kam das "alte" Spielzeug so jedes Jahr wie neu vor. Im Februar, wenn das Wetter milde wurde, packen die Eltern das Spielzeug wieder sorgfältig auf den Dachboden und die Kinder landeten wieder an der frischen Luft. Auch eine Idee für heute?

Zu Weihnachten: Apfel, Nuss und Mandelkern

Natürlich durften die Lieblingspuppe und der Ball das ganze Jahr benutzt werden, aber viel mehr nicht. Vieles hätten die (größeren) Kinder mit der Laubsäge selbst hergestellt, zum Beispiel kleine Holztiere. Und was gab es dann zu Weihnachten? - Das gleiche wie in den alten Volksliedern: Apfel, Nuss und Mandelkern, vielleicht ein Stück Schokolade und vom Großvater ein Pfefferkuchenhaus, das sich jedes Kind persönlich bei ihm abholte. Und die Freude war groß.

Früher gab es Früchte und Gebäck als Weihnachtsgeschenke.
(Das Foto stammt aus der traditionellen Weihnachtsausstellung im Museum Burg Posterstein in Thüringen.)
Am Weihnachtsbaum hingen Naschereien, die die Mutter jeden Tag abends zählte - und natürlich wurden es mit der Zeit immer weniger. Aber wer weiß heute schon noch so genau, wer wann wie viel Süßigkeiten verdrückt? Welches Kind empfindet geschenkte Süßigkeiten heute noch als etwas Besonderes? Wenn es alles immer das ganze Jahr über gibt ("Südfrüchte", Süßigkeiten, Lebkuchen ab Oktober...), was macht dann noch das Besondere von Weihnachten aus?

Wir brauchen wieder mehr besondere Momente

Ich habe dann viel darüber nachgedacht. Man kann diese Zeit nicht zurückholen und viele der Spielzeuge, die unsere Kinder heute haben, sind ja auch toll. Sie lesen nicht nur das eine Buch, das Tante Soundso geschenkt hat so oft, dass sie es auch nach 70 Jahren noch auswendig können werden, sondern hören viele, viele schöne Geschichten. Sie haben alle Möglichkeiten, mit verschiedensten Stiften und Papieren und Werkzeugen kreativ zu werden. Sie können mit tausenden von Legosteinen, Eisenbahnschienen, Playmobil usw. bauen und mit gefühlt hundert Kuscheltieren kuscheln. Aber braucht es die wirklich alle? Sind sie dadurch wirklich kreativer und glücklicher?

Wie vermittelt man, das weniger mehr sein kann?

Das Phänomen kennen wir ja nicht nur aus dem Kinderzimmer, sondern uns geht es selbst ja ganz genauso. Nicht alle Dinge, die wir haben, brauchen wir wirklich. Vieles wäre besser, wir hätten es nur für eine Zeit geliehen (Bücher, Filme, Klamotten, Werkzeuge, ...), statt es auf ewig in unseren Haushalt zu integrieren. Was wir vorleben, schauen sich auch die Kinder ab. Aber wie vermittelt man ein "Weniger ist mehr"? Und wo macht man Abstriche? Und wie bekommt man die Verwandtschaft mit ins Boot? Und welchen Einfluss hat man schon, wenn die Kita- und Schulfreunde bereits an Nikolaus beschenkt werden, als wenn Weihnachten wäre?

Ich freue mich auf eure Kommentare und Linktipps! Und natürlich könnt ihr auch diesmal wieder Blogposts zu allen Themen, die das Thema Nachhaltigkeit im Alltag berühren, verlinken.

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Eine schöne Adventszeit wünscht Marlene vom Blog "Verrücktes Huhn"


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Kommentare:

  1. Der Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Ich bin seit der Geburt, bzw. der Schwangerschaft meines ersten Kindes dran unsere Verwandschaft zu "erziehen". Es ging so weit, dass ich mich nicht mehr über Geschenke, die meine Kinder spontan bekamen freuen konnte. Und ich hab mir jetzt vorgenommen, wieder mehr Freude da zuzulassen.

    Bei uns ist es so, dass wir kein Spielzeug kaufen, ausser manchmal Bücher. Und Geschenke gibt es nur an Weihnachten und Geburtstag (war in der Familie eh so) und nur von Grosseltern und Paten.
    So bleibt es etwas im Rahmen.
    Dann möchten wir jetzt, wo unser Grosser schon 7 ist vermehrt Aktivitäten als Geschenke. Vom Gotti ein Besuch im Technorama. Oder mit den Grosseltern in ein Konzert. Das ist ein wunderbares und eindrückliches Geschenk und trotzdem sammelt sich nichts an.
    Und natürlich immer wieder aussortieren.
    Ich hab eine Kiste auf dem Dachboden, in diese wandern Dinge, die nicht mehr gebraucht werden (ohne wissen der Kinder) und wenn die Kinder während einem halben Jahr nicht danach fragen, bring ich sie ins Brockenhaus oder ähnliches.
    Auch meine Dinge sortiere ich immer wieder aus und achte darauf, dass die Kinder das mitbekommen.
    So hoffe ich, dass wir uns in die richtige Richtung entwickeln.
    Mal schauen ob es gelingt

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    1. Hallo Märlimuus,
      danke für deinen Kommentar, du machst das ja bewundernswert konsequent! Bei uns schleicht sich schon ab und zu eine Kleinigkeit zwischendurch ein und an Weihnachten schenken auch Onkel und Tanten. Aber du hast recht, irgendwo muss man dann eine Grenze ziehen - es ist nur nicht so einfach, niemanden vor den Kopf zu stoßen, denn alle wollen den Kindern ja nur Gutes tun! Ein ganz heikles Thema, das man sehr diplomatisch angehen muss. Aber ich erkenne mich da wieder in deinem Kommentar, ich kann mich auch nicht immer freuen, wenn es wieder Schokolade hier und ein kleines Geschenk da gab. Die überflüssigsten sind solche in der Kita, wenn ein anderes Kind Geburtstag feiert und allen anderen was mitbringt. Der Trend steckt dann alle anderen Eltern an, keiner will, dass sein Kind schlechter da steht und dann wird es immer extremer. Aber wir haben dann in der Einrichtung drüber gesprochen und es geht jetzt auch wieder normal.
      Viele liebe Grüße,
      Marlene
      P.S.: Die Kiste auf dem Dachboden hab ich auch, aber dann leert sie sich immer mal wieder und alles ist wieder im Kinderzimmer... Aber okay, man kann ja auch ein Rotationssystem einführen. :-)

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  2. Liebe Marlene,
    einen tollen und wichtigen Beitrag hast du da quasi "aus dem Ärmel geschüttelt"! Ich bin mir zwar nicht sicher, ob man es locker hinbekommen kann, dass Kinder sich nicht armselig *) fühlen, wenn sie als Nikolausgeschenk z.B. "nur" Nüsse, Äpfel und Mandarinen bekommen, aber es wäre auch in meinen Augen ein Trend in die richtige Richtung. *) Hier nur eine kleine Anekdote aus dem Familienleben meines Bruders. Er und meine Schwägerin haben drei Söhne, die mittlerweiole erwachsen sind. Als die Kinder aber noch klein waren, gab es den Versuch, verstärkt auf vegetarische Ernährung umzusteigen. Bis mein jüngster Neffe eines Tages beim Essen in Tränen ausbrach und fragte: "Sind wir wirklich so arm, dass wir uns kein Fleisch leisten können?!?!" Soll heißen, das kann auch durch einen Kinderkopf gehen, wenn dann andere Kinder in Kindergarten und Schule mit ihren tollen neuen Sachen protzen... Die Idee, Aktivitäten zu verschenken, finde ich aber besnders toll - da sammelt sich tatsächlich kein Kram an und es ist ein trotzdem behaltenswertes Geschenk.
    Herzliche Rostrosen-Sonntags-Grüße,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2018/11/der-perfekt-gefullte-kleiderschrank-fur.html

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    1. Liebe Traude,
      da ergänzt du noch einen ganz wichtigen Punkt. Man sollte nicht einfach nur reduzieren und machen, man sollte den Kindern auch erklären wieso und vielleicht sogar gemeinsam entscheiden. Nikolaus hat sich bei uns so etabliert, dass ich gar nichts machen muss, das machen die Nachbarn und Großeltern... Das wäre zuviel, wenn ich dann auch noch was organisieren würde. Teilweise essen wir jetzt noch an den Süßigkeiten von letzten Weihnachten, weil wir auch die Regel haben, dass man nicht einfach unkontrolliert Süßes futtern sollte... und dann vergessen wir es irgendwie... (Die armen Kinder!)
      Aktivitäten sind auch eine tolle Sache! Haben wir auch schon öfter gemacht, das eignet sich gerade für alle die, die am Weihnachtsabend in dem Jahr sowieso nicht dabei sind und so ist die gemeinsam verbrachte Zeit dann viel intensiver und nachhaltiger :-)
      Viele liebe Grüße,
      Marlene

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  3. Liebe Marlene,
    ohjeee...da hab ich schon grausliche Sachen erlebt! Ich erinnere mich mit Schaudern an eine Weihnachtsbescherung bei der Schwester meines damaligen Freundes. Wir Erwachsenen schenkten uns gegenseitig (Gottseidank!) nichts, aber für die 4 Kinder lagen - halt dich fest! - 44 (in Worten: vierundvierzig!!) Geschenke unter dem Baum. Und nicht etwa Kleinigkeiten, damit wir uns richtig verstehen. Es ging um ganze Skiausrüstungen, Elektronik, Rollerblades etcpepe. Damals hab ich mir geschworen: Sowas mach ich nie mehr mit! Das Traurige an der ganzen Sache ist ja noch dazu, dass Kinder sich gar nicht über solche Massen freuen können. Da wurden die Papiere aufgerissen, ein Blick auf das Geschenk geworfen, und schon krallte man sich das nächste....
    Natürlich ist es heutzutage schwierig, sein Kind gänzlich von diesem wahnsinnigen Konsum fernzuhalten. Aber ich denke doch, dass man ihm ein gutes Stück weit begreiflich machen kann dass es nicht weniger wert ist, nur weil es nicht jeden dernier cri bekommt. Und man muss ihm das natürlich auch vorleben.
    Unter Erwachsenen finde ich das Wichteln eine ausgesprochen tolle Sache. Wir machen das in unserer Familie seit Jahren, es bringt unglaublich viel Spass, weil man da so Geheimniskrämern kann, und man kann sich gebührend um das einzige Geschenk kümmern, das man besorgen darf (ich schreibe bewusst nicht "muss", denn ich schenke extrem gerne! ;oD) Und mein Patenmädchen ist sehr praktisch veranlagt; sie wünscht sich oft irgendwelche Reitutensilien (denn sie reitet ja mit mir), oder Gutscheine für die entsprechenden Shops. Da kann ich dann auch dahinterstehen! ;oD
    Achja. Dieses Thema wird wohl noch sehr lange eines sein. Und eine Patentlösung dafür gibts wohl auch nicht. Es ist halt der gesunde Menschenverstand gefragt......
    Herzliche Grüsse!

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    1. Oh, das ist ja wirklich ein ganz extremes Beispiel! Aber du hast Recht, der Punkt ist, dass jeder gern schenkt und jeder natürlich den Kindern was Gutes tun will und jeder sieht nur sein Geschenk und nicht die der anderen. Aber wir hatten uns dann mal auf ein Geschenk pro Person verständigt, aber auch da kommen sehr viele Geschenke zusammen. Und wie du schon schreibst, Kinder können das gar nicht überblicken. Im ersten Jahr haben wir drei Tage lang Geschenke aufgemacht, weil die Kinder mehr als 1-3 Geschenke gar nicht verarbeiten konnten und man ja auch nicht sagen will "Hör jetzt mal auf mit deinem Geschenk zu spielen und mach das nächste auf!" Das ist der grundlegend falsche Ansatz. Wichteln ist eine ganz tolle Idee! Ich weiß nur nicht, ob ich die Family davon überzeugen kann :-D
      Viele liebe Grüße und danke fürs kommentieren!
      Marlene

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  4. Liebe Marlene, jaaaa, die Geschenkeflut! Auch wir sind eher minimalistisch veranlagt, der Kleine hat morgen Geburtstag und bekommt Selbstgenähtes und Praktisches.
    Und trotzdem ist es uns auch schon oft zu viel. Grade Großeltern schenken natürlich gerne. Wir versuchen schon, so oft wie möglich "nötige" Geschenke zu vermitteln.

    Eine große "Unsitte" finde ich das Überschütten von Gastkindern bei Kindergeburtstagen mit allem möglichen Krimskrams. Bei uns gibts zwar auch immer was zu basteln oder Finden bei der Schatzsuche, aber keine extra Mitgebsel. Das sind oft die Dinge, die eh nicht lange angeschaut werden.


    Was Dein Großvater erzählt hat, kenne ich auch! Bei uns gabs auch nur in der Weihnachts- bzw. Winterzeit Puppenstube und Eisenbahnplatte. Und dann war es was besonderes. Aber das damit in Zusammenhang zu bringen, dass die Kinder in der warmen Jahreszeit ja draußen spielten, kam mir noch nicht in den Sinn :-)

    Schön finde ich auch, dass früher es als Geschenk die Reparatur/Erneuerung von Spielzeug zu Weihnachten gab. Das klingt ja noch in einigen Weihnachtsliedern an (So viel Heimlichkeit)



    Liebe Grüße und eine entspannte Weihnachtszeit!

    Anja

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    1. Hallo Anja,
      danke für deinen Kommentar, ich finde es sehr interessant, wie andere darüber denken - man fühlt sich ja manchmal fast schon gemein, wenn man Geschenke reduzieren will! Bei unserem ersten Kindergeburtstag mit Gastkindern haben wir uns dann darauf geeinigt, für die Schatzsuche Lämpchen aus Leergläsern zu basteln. Vielleicht sollte ich darüber mal bloggen :-D Upcycling für den Kindergeburtstag quasi :-)
      Schön, dass du mich an das Lied "So viel Heimlichkeit" erinnert hast! Da fällt einem richtig auf, wie wenig die Weihnachtslieder manchmal noch mit der Realität heute zu tun haben...

      Liebe Grüße und trotzdem eine schöne Adventszeit!
      Marlene

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    2. Liebe Marlene, ja, schreib mal über Deine Kindergeburtstagsideen!
      Wir hatten letzte Woche auch den Kindergeburtstag mit dem Sohnemann - wenig Kinder, wenig Trara, einfach viel Spaß - auch mit Upcycling-Bastelei :-D (wenn ich nochmal drüber schreibe, melde ich mich natürlich wieder bei der Linkparty)

      Und mein Sohn hat wirklich nur kleine Geschenke bekommen - dass man sich da drüber freut ist auch heutzutage etwas schräg?


      Liebe Grüße
      Anja

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  5. Ich kenne das auch noch, dass bestimmte Spielsachen nur zu Weihnachten vom Dachboden geholt wurden. Das war bei uns der Kaufladen und das Puppenhaus. Beides wurde von meinem Opa für seine Kinder (u.a. meine Mama) selbst aus Holz gebaut. Die Wände des Puppenhauses waren sogar echt tapeziert und die Böden mit Teppich-Auslegeware ausgekleidet!! Beides wurde dann von meiner Mama an meine Schwester und mich "vererbt".
    Leider haben weder meine Schwester noch ich selbst Kinder. Aber wenn ich welche hätte, würde ich den Kaufladen und das Puppenhaus auch nur zur Weihnachtszeit auspacken!! Das wäre sicher!
    LG
    Natalie

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    1. Hallo Natalie,
      das erinnert mich richtig an die Weihnachten in der Kindheit und wenn man mal darüber nachdenkt, dann waren es genau diese wiederkehrenden Dinge, die Weihachten so schön gemacht haben. Die einzelnen Geschenke hat man vielleicht schon längst vergessen, aber das, was jedes Jahr dazugehört, das behält man in Erinnerung :-)
      Liebe Grüße,
      Marlene

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  6. Ein schöner Beitrag. Ich bin jedes Jahr auch hin und her gerissen, was die ganze Schenkerei anbelangt. Ich freue mich jedes Jahr auf die Rituale, die ich schon seit Kindertagen kenne, und das Zusammenkommen mit der Familie. Gemeinsame Zeit, das macht für mich Weihnachten aus. Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel, denn ich mag es an Weihnachten auch immer sehr, dass der 1. Feiertag bei uns ohne Termine ist. Wir lümmeln alle rum und tun nur das, wozu wir Lust haben. Dieses Jahr werde ich wieder meine geliebte Krippe mit den Ostheimer-Figuren aufstellen, darauf freue ich mich ganz besonders. Die Geschenke werden größtenteils gekauft werden, für die ganz Kleinen nähe ich. Für mehr Näharbeiten reicht meine Zeit nicht, da ich gerade noch vieles für den Adventsmarkt nähe - dafür jedoch vieles aus gebrauchten Materialen - ich hoffe, meine nachhaltigen Produkte kommen gut bei den Marktbesuchern an!

    Viele Grüße
    Anni

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    1. Hallo Anni,
      ich hoffe, dass deine selbstgenähten nachhaltigen Produkte gut angekommen sind? Ich finde es ganz toll, dass ihr euch den 25. Dezember terminfrei haltet. Es passiert ja so schnell, dass man mehrere Tage hintereinander richtig viel vor hat, unzählige Leute trifft und hinterher völlig k.o. ist. Das ist dann leider auch nicht mehr besinnlich!
      Ich freu mich auch sehr auf Weihnachten, wir feiern immer im Wechsel bei meiner Familie und der meines Mannes. Und dieses Jahr sind wir bei der Schwiegerfamilie in Dänemark, wo alles immer sehr festlich ist mit riesigem Familienessen und allem drum und dran. Am Ende kommt es ja nie wirklich auf die Geschenke an, sondern auf alles, was sonst so dazugehört - eben die Rituale, wie du schreibst!
      Viele liebe Grüße,
      Marlene

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  7. Ein sehr schöner Post. Ich kann mich noch an ein Weihnachten erinnern, da bekam meine Tochter von den Verwandten soviele Puppen geschenkt, dass sie schon im Auto, während der Fahrt nach Hause, ihrem jüngeren Bruder welche davon schenken wollte. Maine Tochter hatte nie ein großes Interesse an Puppen. Diese Puppen, die sie geschenkt bekam, waren einfach nur ein Geschenk, das man kauft, damit man ein Geschenk hat. Ohne Sinn und Verstand.
    Ich denke, wir haben alle etwas zu viel an Gegenständen, die uns letztlich ja doch nicht glücklich machen. Ich selbst bin manchmal richtig froh, wenn ich aufräume und jede Menge weg schmeiße. Das ist schon wie eine kleine Befreiung. Und für die Umwelt ist dieser Konsum ja auch nicht gut.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  8. Hallo Wolfgang,
    dein Kommentar hat mich wirklich berührt. Wie soll sich ein Kind verhalten, wenn es so viele nicht wirklich gut ausgewählte Geschenke bekommt? Die schenkenden Erwachsenen haben ja auch eine klare Erwartungshaltung! Und du hast natürlich recht, zu viele Dinge können einen auch belasten. Ich hebe selbst viel zu viel auf, weil ich denke, ich kann es vielleicht mal noch zu etwas gebrauchen (z.B. für etwas Handwerkliches). Aber ich kenne auch das befreiende Gefühl, wenn ich z.B. mal wieder einen ganzen Stapel Bücher zum Antiquariat schaffen konnte und die Regale frei werden. Die wenigsten schaut man sich mehrmals an!!
    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit!
    Marlene

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