Freitag, 10. Mai 2019

EiNaB #33: Bokashi - kompostieren


In den nächsten zwei Monaten ist  Brigitte vom Blog Kinderinfo Wien Gastgeberin bei unserer Linkparade "einfach. nachhaltig. besser. leben." In ihrem Beitrag geht es um Gärtnern und Kompostieren in der Stadt: 


Die Gartenerde von morgen


Vor gut einem Jahr habe ich begonnen, mich mehr mit meinem Müll auseinanderzusetzten. Die Zero Waste Bewegung fasziniert mich, auch wenn ich davon noch weit entfernt bin. Einiges ist ja wirklich ganz einfach umzusetzen. Andere Sachen fordern mich sehr. So bin ich noch im Experimentieren, wie ich in der Stadt meinen Biomüll am besten kompostieren kann. Denn davon kommt einfach eine ganze Menge zusammen und da ich meinen Topfgarten liebe, brauche ich auch immer viel Erde.

Ich habe es zuerst mit einer Wurmkiste versucht. Meine Wurmkiste hab ich selbst gebaut, was ziemlich einfach ist: Ein paar Holzbretter, in die man Löcher hineinbohrt und dann mit Fließ auskleidet – so ungefähr. Gefüllt ist sie mit Erde in der ziemlich viele Würmer sind, eine Art Regenwurm. Um genau zu sein, hatte ich in meinem Startpaket 500 davon. Dann kann man die Würmer mit Abfall füttern. Toll war, dass die Kiste in unserer Küche stehen konnte, nett aussah und der Inhalt nach Waldboden roch. Weniger toll fand ich, dass wir viele Abfälle hatten, die sich nicht für die Wurmkiste eigneten und nach jedem Urlaub eine Fliegenplage herrschte.


Blick in den Bokashi-Eimer


Im Buch „Glücklich leben ohne Müll! Reduziere deinen Müll und vereinfache dein Leben” von Bea Johnson las ich erstmals von Bokashi und war davon fasziniert. In einem Bokashi-Eimer wird der Müll fermentiert. Dadurch können auch gekochte Speisereste, sogar Käse- oder Fleischreste kompostiert werden. Die Fermentation läuft durch Mikroorganismen ab, die man unten in den Eimer gibt und dann wieder als Abschluss. Ich habe einen großen Sack trockene Mikroorganismen bekommen, die ich verwende, aber es gibt auch Flüssigkeiten zu kaufen, die billiger sind.
Ich habe letzten Sommer damit begonnen. Wir haben seither zwei Bokashi-Eimer in der Küche stehen, einer der befüllt dort drei Wochen rastet, während der andere befüllt wird. Jeden zweiten Tag lasse ich Flüssigkeit ablaufen, die ich entweder als Flüssigdünger nutze oder als Abflussreiniger. Als Flüssigdünger funktioniert die Flüssigkeit wirklich gut, die Blumen wachsen herrlich. Abflussprobleme hatte ich keine, aber das war auch schon vorher fast nie der Fall.

Jeden zweiten Tag muss Flüssigkeit ablaufen - die kann man aber verwenden.

Wenn der zweite Eimer voll ist, lehre ich den ersten Eimer. Bei uns dauert das zwischen 4-6 Wochen, je nachdem, wieviel Abfall wir haben. Bisher habe ich den Inhalt immer in Blumentöpfe gegeben – unten eine Schicht Erde, dann der Bokashi-Inhalt und dann wieder Erde. Nach 6 Wochen – zumindest hat es im Winter so lange gedauert - hat man damit herrliche nährstoffreiche Erde gewonnen. Jetzt in der Gartensaison möchte ich den nächsten Eimer direkt im Garten verarbeiten.

Wie ihr einen Bokashieimer selber bauen könnt erfahrt ihr bei smaticlular.net.

Wie kompostiert ihr? Habt ihr vielleicht auch Erfahrungen mit Bokashi gesammelt? Tipps und Tricks zur Müllreduzierung und überhaupt zum nachhaltigen Leben sind herzlich willkommen.

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Sonntag, 10. März 2019

EiNaB #32: Tipps fürs nachhaltige Nähen


EiNaB geht in Runde 32. Ganz besonders freut uns, dass die Parade wieder Zuwachs unter den Autorinnen gebracht hat: Brigitte, Birte und Christiane sind unsere neuesten Mitstreiterinnen :) Herzlichen Willkommen!

Für das eigene Hobby gibt man meist gerne und oft auch einiges an Geld aus. Gerne lässt man auch die guten Vorsätze gerne mal vor dem jeweiligen Fachgeschäft zurück. Die Verlockungen vor dem Regal sind oft groß. Die nachfolgenden Tipps sollen zeigen, dass man nicht unbedingt mit Bio-Stoffen nähen muss, um ein bisschen mehr Nachhaltigkeit ins kreative Hobby zu bringen.

Die nachfolgenden Tipps sind zwar eher für ein textiles Hobby ausgelegt, einige davon lassen sich aber auch für andere kreative Hobbys verallgemeinern. 

  • Wunschliste führen: Eine Liste mit den geplanten Projekten zu führen hilft, sich darüber klar zu werden, was einem eigentlich gefällt, ob man so etwas schon im Schrank hat und ob man ähnliches häufig trägt. Auch eine Saisonplanung kann für all jene, die viel nähen, Sinn machen. Das hilft strukturierter zu arbeiten und seine Wunschprojekte nicht aus dem Blick zu verlieren. Außerdem werden so Spontankäufe von Schnitt- oder Strickmustern reduziert.
  • Skizzenbuch erstellen: Ich führe ein kleines Büchlein mit Schwarz-Weiß-Skizzen, wo ich drunter einfach nur den Titel des Schnitt- oder Strickmusters schreibe. Ist das Stück fertig, wird die Skizze koloriert. Das motiviert auch gleichzeitig, wenn man sieht, was schon alles erledigt wurde :)
  • Bewusster Materialeinkauf: Versuche auch bei Ausverkäufen im Lieblings-Onlineshop oder bei lokalen Schnäppchenjagden immer das mögliche Endergebnis im Blick zu behalten. Das spart unnötige Materialkäufe.
  • Gib Natur- oder naturnahen Materialien wie Baumwolle, Leinen, Viskose etc. den Vorzug gegenüber Kunstfasern. Diese fühlen sich auf der Haut meist angenehmer an, fangen nicht so schnell an zu müffeln und müssen seltener gewaschen werden, da auslüften oftmals reicht. Stricksachen aus reiner Wolle wasche ich höchstens einmal pro Saison. 
  • Bewusste Auswahl von Stoffen, Farben und Schnitten: wähle, was du auch sonst gerne trägst bzw. tragen würdest und was zu deinem Typ passt. Bei gehypten Trendschnitten wie Jumpsuits, Off-Shoulder Oberteilen kann man auch mal in einem Bekleidungsgeschäft ausprobieren, ob so ein Schnitt überhaupt zu einem passt, bevor man die Schere ansetzt.
  • Einkaufs- oder Stoff-Diät: Eine kleine Einkaufsdiät zwischendurch hilft, die Bestände abzubauen und fordert die Kreativität heraus.
  • Projekte aus Resten: Ebenfalls immer wieder lohnend sind Projekte aus Reststücken, wie Quilts oder Patchworkarbeiten. So wird man Stoffreste los und erschafft gleichzeitig wunderschöne Einzelstücke.
  • Nur das notwendigste Ausdrucken: PDF-Schnittmuster werden oft mit ausführlichen Anleitungsheftchen ausgeliefert. Drucke am besten nur den Schnitt aus, die Anleitungen lassen sich auch gut am Handy oder Tablet lesen. (und seien wir uns ehrlich: 99% der Sachen näht oder strickt man nur einmal)
  • Mülltrennung: Was in der Küche funktioniert, hört im Hobbyraum leider oft auf.
  • Qualität vor Quantität: Investiere in gutes Werkzeug und hochwertige Kurzwaren. Denn wie heißt es so schön: billig kauft man zweimal. 
  • Kauf 2nd Hand: Egal ob Nähmaschinen, die Einrichtung für die Näh- bzw. Bastelecke oder gar Stoffe und Wolle: manchmal hat man Glück und kann 2nd Hand richtige Schätze ergattern.
  • Stücke abändern: oft reichen ein paar kleine Änderungen um 2nd Hand Stücken oder Stücken aus dem eigenen Kleiderschrank wieder neues Leben einzuhauchen. 
  • Refashion: aus der Tischdecke wird ein Rock, aus dem Kleid ein Crop-Top und ein Rock oder eine Tunika, aus der löchrigen Jeans werden Sommershorts. Was früher notwendig war, ist heute hip ;-)
  • Weniger ist mehr: wenn du gerne nähst oder strickst, versuche dich an Projekten mit einem höheren Schwierigkeitsgrad statt einfach nur den Output zu steigern

Was sind eure Tipps und Tricks, um euer kreatives Hobby möglichst nachhaltig zu betreiben?

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Donnerstag, 10. Januar 2019

EiNaB #31: Was bringt uns die Linkparade #EiNaB?

Willkommen im Jahr 2019 und lasst uns gemeinsam einen Ausblick wagen!

Wohin geht es für die Linkparade EiNaB im Jahr 2019?
Die Linkparade "einfach. nachhaltig. besser. leben." (kurz: EiNaB) wurde im April 2015 von fünf Bloggerinnen gegründet, viele Blogger haben sie als Forum genutzt, um ihren Beiträgen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und sich zu vernetzen. Nach 30 Runden hat sich mit uns natürlich auch die Linkparade selbst immer wieder verändert und das finde ich auch gut so, denn unsere Bedürfnisse und unsere Lebensumstände ändern sich auch. Manche hören auf zu bloggen, andere kommen hinzu. Ich finde, der Januar ist ein guter Zeitpunkt, mal wieder nach der Richtung zu fragen, in die es für EiNaB gehen soll.

Im Augenblick wird EiNaB betreut von Andrea, Daniela, Jenni, Traude und mir (Marlene). Maria hat 2015 alles auf die Beine gestellt.

Was bringt uns EiNaB eigentlich? Was bringt es euch? Soll EiNaB weiter leben und in welcher Form?


Ich habe das Netzwerk zu schätzen gelernt für die interessanten Alltagstipps, die ich durch euch finde. Man weiß, man ist nicht die einzige, die sich mit diesen Fragen beschäftigt und sich mehr Umweltfreundlichkeit im Alltag wünscht, die Spaß daran hat, alles mögliche selbst herzustellen oder sommers vor sich hin zu gärtnern.

Das Thema ist wichtiger und drängender, denn je. Deshalb wird EiNaB auch weiter bestehen. Ihr werdet hier weiter jederzeit eine geöffnete Linkparade finden und seid herzlich eingeladen, eure Beiträge zu verlinken, zu kommentieren, zu interagieren. Je nachdem, wie viele Blogger sich als Gastgeber beteiligen wollen, wird die aktuelle Linkparade zwei oder drei Monate geöffnet sein. Es gibt darüber hinaus eine Facebook-Gruppe, auf der man seine Beiträge teilen kann, und ein beliebtes Pinterest-Board.

Wer möchte EiNaB-Gastgeber werden?


Wer sich berufen fühlt, ist herzlich willkommen, einmal Gastgeber zu sein. Schreibt uns einfach eine E-Mail.

Wir freuen uns auf eure Gedanken zum Netzwerk und eure Ideen für die Zukunft von EiNaB - oder einfach nur auf eure neusten Blogpost zum Thema Nachhaltigkeit im Alltag!

Viele Grüße, Marlene

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