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Freitag, 2. Oktober 2020

#EiNaB 41: Vernetzt euch! Informiert euch! Bleibt nachhaltig!

Liebe Freunde der Nachhaltigkeit! 😏

Themen wie Nachhaltigkeit im Alltag, Umweltschutz, Klima und Plastik sind so drängend wie nie. Auf dieser Seite laden wir - ein loses Netzwerk von Bloggern - euch ein, eure aktuellen Posts zu diesen Themen hier zu verlinken. 

Die Idee dahinter: Auf diese Weise können andere Blogger aller Plattformen euch und eure Posts besser finden, ihr kommt ins Gespräch und könnt euch vernetzen. 

Reifes Getreide mit alter Maschine davor


Braucht es #EiNaB noch?

Was sagt ihr dazu? "einfach. nachhaltig. besser. leben." gibt es jetzt seit einigen Jahren, das Netzwerk verändert sich stetig und so auch die Linkparty. Habt ihr Ideen, Vorschläge, Anregungen oder wollt irgendwie teilnehmen - kommentiert hier oder schreibt uns auf unseren Blogs. Wir lassen diese Linkparty bis Jahresende offen und sammeln Ideen. 

Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß beim Bloggen und bei eurem Engagement für eine lebenswerte Welt! 

Es grüßen herzlich 💚,

Marlene vom Blog "Verrücktes Huhn" & Traude vom Blog "Rostrose"

🌲🌳🌵🌿🌱

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Freitag, 10. Juli 2020

#EiNaB 40: Kleine Schritte

Zum ersten Mal dürfen wir Wolfgang vom Blog "Gartenwonne - Ein Fachwerkhaus im Grünen" als Gastgeber bei "einfach. nachhaltig. besser. leben." begrüßen! Es geht um die Frage, wie man seinen Alltag umweltfreundlicher gestalten kann. Wolfgang erzählt, womit er angefangen hat:

Wie können wir unsere Umwelt schützen? Was können wir sofort tun? Man muss nicht auf alles verzichten. Ein wichtiger Anfang ist gemacht, wenn man seine Gewohnheiten, Vorgehensweisen ändert, oder auf Dinge verzichtet, die man ohnehin nicht braucht.

Es gibt viele Punkte im täglichen Leben, die man überprüfen kann, um dann mit kleinen Schritten der Umwelt zu helfen. Wenn viele das tun, dann wird aus einem kleinen Schritt ein großer und wir können der Natur damit gemeinsam helfen. Sicher ist der ein oder andere Schritt für den einen leichter und für andere schwerer. Deshalb ist es einfacher, wenn wir uns von dem trennen, was uns leicht fällt.

Ein paar dieser Punkte, die wir in unserem Leben beachten und umsetzten, möchte ich hier beschreiben.


Das Internet

Das weltumspannende Netz, ohne das unser modernes Leben undenkbar ist, hat laut einer Studie 2012 alleine 4,6 Prozent des weltweit erzeugten Stroms verbraucht. Das ist mehr als Deutschland alleine verbraucht.

Nicht nur das Netz an sich benötigt diesen Strom, ein Teil wird auch dafür aufgewendet die Umgebungstemperatur der Server auf konstant 22 Grad zu halten. Sonst wird es denen einfach zu warm.

Alleine in Deutschland gab es 2018 rund 50.000 Rechenzentren mit einem geschätzten Verbrauch von 14 Terawattstunden.

Terawatt
Was ist überhaupt ein Terawatt? Zunächst mal eine unheimlich große Zahl. Tera steht für Billion, also gleich 1000 Milliarden, oder ausgeschrieben 1.000.000.000.000. Das kann man sich nicht mehr vorstellen.
Es ist vielleicht kein Zufall, dass Tera übersetzt Ungeheuer heißt. (Kommt aus dem Griechischen.)

Alles, was wir in diesem Netz tun, frisst Energie. Und es wird immer mehr, nicht nur weil immer mehr Menschen Zugang haben, sondern weil wir es auch immer mehr nutzen.


Was können wir sofort tun, um den Stromverbrauch zu senken?

Nicht bei jeder Frage sofort googeln. Früher gab es mal Lexika oder auch andere Nachschlagewerke, wie etwa Fremdwörterbücher und dergleichen mehr. Bei mir stehen diese Werke noch im Regal und ich benutze sie auch noch. In den Büchern steht dann auch nicht soviel Schrott drin, wie Google ihn leider immer wieder zu bestimmten Themen ausspuckt. Auch Wikipedia ist nicht frei von Fehlern, ein Lexikon ist oft noch weitaus sorgfältiger recherchiert und zusammengestellt worden.


Newsletter

Die dürfte auch so ziemlich jeder bekommen, der sich im Netz rumtreibt. Und wie viele davon werden wirklich gelesen? Können die weg? Ich habe viele Newsletter abbestellt. (Leider klappt das nicht immer sofort.) Sie haben nur noch mein Postfach vollgemüllt und ich habe sie nur noch gelöscht. Aber nicht nur das Schicken und Empfangen kostet Strom, sondern auch das Löschen. Und mich hat es Zeit gekostet.

Ich weiß, dass ist nur sehr wenig Strom, aber wir müssen im Kleinen anfangen. Das Große, die Politik, die Konzerne sind viel zu träge. Wenn man die Welt ändern möchte, dann sollte man es tun. Und nicht nur fordern. Fordern ist immer mit Warten verbunden.


Bilder

Bilder sind mittlerweile eine richtige Flut geworden. Im Zuge der Smartphones rennen jetzt alle mit einer Kamera rum, jederzeit verfügbar. Braucht man wirklich immer und überall ein Bild? Wann sehen wir uns die ganzen Bilder eigentlich nochmals an? Und dann werden diese Fotos auch noch in der Cloud gesichert. Das ist dann wieder Datenverkehr im Netz, der Strom schluckt.

Warum werden die meisten Bilder eigentlich kostenfrei von den Konzern gesichert? Machen die das wirklich nur für uns? Oder ist das nicht auch ein riesiger Datenschatz?

KIs sind in aller Munde, das ist das nächste große Ding. Aber eine KI alleine ist nichts. Sie muss trainiert werden. Und dafür braucht man Daten, viele und alle möglichen Daten. Wie soll eine KI es lernen, Bilder zu entschlüsseln? Die Zahl der Motive ist gewaltig, woher soll ein Konzern so viele verschiedene Bilddaten aus der ganzen Welt bekommen? Mitarbeiter um den Globus jagen?


Hinzu kommen dann auch noch Videos. Noch mehr Daten, noch mehr Stromfresser.

Hier können wir sofort etwas tun. Einfach weniger Bilder schießen und diese dann nicht in der Cloud speichern, oder als Hobbyfotograf wenigstens auf das Speichern aller Bilder in der Cloud verzichten.


Hände waschen

Irgendwann wurde mir bewusst, dass unheimlich viele Menschen ihre Hände mit warmen Wasser waschen. Das kostet Energie und ist vollkommen unnötig. Warum die Hände nicht mit kaltem Wasser waschen? Man gewöhnt sich daran und dann ist es nicht mehr unangenehm.


Mülltüten

Mülltüten bedeuten letztlich nur noch mehr Plastikmüll, der schon bei seiner Herstellung Energie frisst und dann in der Umwelt landet. Plastik wird nicht abgebaut und jeder hat schon von den Plastikinseln in den Meeren gehört. Diese als riesig zu bezeichnen, kommt mir wie eine Untertreibung vor.

Wir benutzten diese Tüten auch. Aber wir nutzen sie solange bis sie kaputt oder so schmutzig sind, dass wir sie nicht weiter verwenden können. Dazu trennen wir den Müll erst dann, wenn er in die Abfallbehälter der Müllabfuhr kommt. Danach ist die Tüte wieder leer, und wir verwenden sie nochmals.



Überhaupt sollte man auf soviel Plastik wie möglich verzichten.


Der Garten

Wer einen Garten hat, kann ihn so naturnah wie möglich anlegen und damit einen Lebensraum schaffen, den man sich mit den Tieren teilt. Natürlich ist das ein Kompromiss. Wir lassen zum Beispiel ganz bewusst Totholz im Garten stehen oder liegen. Totholz kann auch ein Element sein, mit dem man den Garten gestaltet. Natürlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten, wie etwa Insektenhotels und dergleichen mehr.



Diese Liste lässt sich sicher beliebig ergänzen und wenn Du noch eine tolle Idee hast, dann immer her damit.

Viele liebe Grüße

Wolfgang



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Donnerstag, 9. Januar 2020

#EiNaB 37: Minimalismus

Liebe EiNaB-Leser und -Leserinnen!

Es ist mir eine große Ehre in dieser Runde Eure EiNaB-Gastgeberin zu sein. Ich hoffe, Euch mit meinem kleinen Beitrag eine Inspiration sein zu können und freue mich auf Eure Verlinkungen!

Ich schreibe Euch heute einen kleinen Überblick zum Thema Minimalismus, denn dieses Thema ist mir auf meinem eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit über den Weg gelaufen und hat sich zu meinem absoluten Herzensthema gemausert.


Minimalismus - was ist das?

Ja, der Begriff ist reichlich abgedroschen mittlerweile und wird für alles mögliche verwendet. Daher herrscht leider eine gewisse Unklarheit und Verwirrung, was seine Bedeutung angeht. (Siehst Du eventuell gerade jemanden vor Deinem geistigen Auge, der nur noch 50 Dinge besitzt und in einer leeren, weißen Einzimmerwohnung wohnt?)

Dabei ist es ganz einfach: Minimalismus ist die Reduktion auf das Wesentliche. Ich lebe minimalistisch, wenn ich alles, was für mich unwichtig ist, aus meinem Leben verbanne, um Platz, Zeit, Geld und Aufmerksamkeit für das zu schaffen, was mir wichtig ist.

Wie das konkret aussieht, ist sehr individuell! Jeder muss seinen eigenen Minimalismus definieren. Entscheidend ist, was dieser konkreten Person wichtig ist - und was nicht.



Bildquellen von oben links im Uhrzeigersinn: DarthZuzanka via Pixabay.com, Ricardo Esquivel via Pexels.com, bedrck via Pixabay.com, Canva Datenbank.

Minimalismus - was soll das?

Wie erwähnt - Minimalismus soll Platz, Zeit, Geld und Aufmerksamkeit frei machen für das, was uns im Leben wirklich wichtig ist.

Mistest Du Sachen aus - hast Du mehr Platz. Um Dinge musst Du Dich kümmern, sie reinigen, ordnen, wegräumen, pflegen. Das fällt weg, wenn die Sache weg ist.
Weniger Dinge bedeuten auch weniger Kosten für Instandhaltung, Reparatur, Reinigung und so weiter. Du sparst Geld. Wenn Du nicht die ganze Zeit mit den Gedanken bei irgendwelchen Dingen bist ("Ich müsste dieses XYZ mal ausprobieren/benutzen/putzen...."), ist Deine Aufmerksamkeit frei für die wichtigen Dinge des Lebens.

Und das waren Beispiele nur für den Minimalismus bezogen auf Sachen! Weitere Vorteile ziehst Du, wenn Du in weiteren Bereichen Deines Lebens reduzierst - zum Beispiel Hobbys oder soziale Kontakte. (Um dem Aufschrei, den ich förmlich hören kann, vorzubeugen: Du lässt nur weg, was Dir nicht wichtig ist! Das ist auch bei Hobbys und sozialen Kontakten kein Verlust.)

Kurz: Minimalismus wird Dein Leben schöner machen!

Und ganz nebenbei ist es auch noch mega-nachhaltig, minimalistisch zu leben. Denn den Dingen, die Du weggibst, verschaffst Du einen Einsatz woanders und der neue Besitzer muss sich so einen Gegenstand nicht neu anschaffen. Außerdem wirst Du, minimalistisch lebend, neue Anschaffungen sehr genau hinterfragen. Denn Du willst ja keine Dinge mehr haben, die Dir nicht wirklich wichtig sind! Das Bedürfnis, sich neue Sachen zu kaufen, sinkt ganz automatisch.

Und das ist nachhaltig, denn es gilt ja:

Das nachhaltigste Produkt ist das Produkt, das gar nicht erst hergestellt wird. Jedes Produkt, das nicht hergestellt werden muss, ist gut. Keine schwer arbeitenden Kinder, Frauen und Männer können für dieses Produkt ausgebeutet, keine Ressourcen verbraucht, keine Tiere gequält, keine Umweltschäden durch Herstellung und Transport verursacht werden.

Und wenn Du das Produkt nicht kaufst, fragst Du es nicht nach. Deine Nichtkaufentscheidung ist Deine Stimme gegen die Produktion dieses Produktes.

Und ja, das gilt auch für "grüne" Produkte. Diese sind natürlich immer noch besser als ihre Vorgänger, die sogenannten konventionellen Produkte. Aber das Nicht-Produkt ist noch besser.


Minimalismus - wie geht das?

Und wie kannst Du jetzt Dein Leben minimalistisch(er) machen? Finde heraus, was für Dich wichtig ist. Und dann lass alles andere gehen. Zugegeben, es ist nicht immer leicht. Aber es lohnt sich soooooo! Ich sag Dir, versuch es mal!

Reduziere die Neuanschaffungen und reduziere die unwichtigen Dinge die Du bereits in Deinem Leben hast.

Für die Reduktion der Neuanschaffungen suche Dir eine Methode, die verhindert, dass Du Dir ohne recht zu überlegen Dinge kaufst. Guck was für Dich funktioniert. Bestell Kataloge ab, mach Dir eine Warteliste für Anschaffungen (auf dieser müssen neue Wünsche erstmal 30 Tage überleben bevor Du sie Dir erfüllst), oder stell Dir folgende Fragen bevor Du kaufst:

"Brauch ich das? Wenn ja, wirklich? Wenn ja, wirklichwirklich? Wenn ja, kann ich nicht das alte noch benutzen? Wenn nein, wirklich nicht? Kaputt? Kann ich es nicht reparieren? Reparieren lassen? Nein? Brauch ich wirklich einen Ersatz? Wirklich? Ja? Muss das denn wirklich Neuware sein? Ja, klar? Warum? Gibt es dafür einen bestimmten Grund? Ist das echt so wichtig? Zweifelhaft? Vielleicht erstmal ein gebrauchtes Exemplar probieren? Neu kaufen kann man immer noch. Wenn es gar nicht anders geht. Wirklich gar nicht."

Für die Reduktion der Dinge, die bereits in Deinem Leben sind, fang bei ein paar einfachen Sachen an, die offensichtlich unwichtig sind. In einer Kramschublade zum Beispiel. Und dann miste aus. Frag Dich bei jeder Sache ob Du sie behalten willst und warum. Ob Du sie wirklich behalten willst. Macht sie Dein Leben wirklich besser? Benutzt Du sie? Freust Du Dich über sie? Auch hier muss jeder seine eigene funktionierende Formel finden. Die Frage, die entscheidet.

Und ich wette, Du kommst in einen Minimalisier-Fluss, der Dir die nächste Entscheidung immer noch ein wenig einfacher macht. Natürlich wird es Phasen geben in denen der Schwung fehlt, aber die Erfolge, die Dir Deine Reduktion bringt, werden Dich wieder auf den Minimalisier-Pfad zurückbringen.

Aaaaaach, ich könnte noch eeeeewig über das Thema schreiben. Es ist wirklich zu meinem Herzensthema geworden. Es bietet so viele Lösungen, nicht "nur" im Wege des nachhaltigen Konsums, sondern auch für Probleme in der eigenen Lebensführung. Platz, Zeit, Geld und Aufmerksamkeit werden frei für Themen, Dinge und Personen, die Dir wirklich, wirklich wichtig sind.

Aber ich will hier keine Romane schreiben. Schau gern auf meinem Blog vorbei, da geht es auch viel um das Thema Minimalismus.

Und nun freue ich mich auf Eure Links!

Mit tatkräftigen Grüßen,

Eure Birte
von
wirwollennachhaltigleben.blog




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Sonntag, 10. November 2019

#EiNaB 36: Omas Schatzkiste vs. Großkonzerne

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Der Titel klingt ein bisschen nach einem Kampf von David gegen Goliath. Oder vielleicht auch nach Perseus versus Medusa mit ihren Schlangenhaaren und glühenden Augen. Oder nach dem Kampf des Herakles mit der neunköpfigen Schlange Hydra. Und darum geht es hier wohl auch.
Es geht um mächtige Riesenkonzerne, die der Menschheit das Hirn vernebeln und wie ein vielköpfiges Ungeheuer zerstörerisch und gierig auf der Erde wüten. Und es geht um altes und neues Wissen, mit dessen Hilfe wir in der Lage sind, dem Monster die Stirn zu bieten.

Wir müssen es nur tun.


  
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt. Hauptsächlich jedoch enthält er Anti-Werbung.]

Collage aus kostenlosen Bildern von Pixabay

Servus, Ihr Lieben!


Schaut ihr euch ab und zu die Reklame im Fernsehen an? Ich meine jetzt wirklich anschauen und zuhören - nicht bloß den Werbeblock unaufmerksam nebenher laufen lassen und zwischendurch aufs Klo verschwinden. Man sollte sich diese Einschaltungen nicht entgehen lassen. Immerhin bieten sie mehr geheimnisvolle Hintergründe als so mancher Thriller, jede Menge Lug und Trug und kriminelle Machenschaften, zumeist mit eingängiger Musik untermalt und in äußerst fantasievolle Geschichten und Traumbilder verpackt.


Beispiel gefällig?
Wenn ihr euch im Werbefernsehen „ein Märchen von Lenor“ erzählen lasst, in dem die Prinzessin sich vom feschen Prinzen nicht wachküssen lassen möchte, hat das nichts mit Emanzipation zu tun, sondern mit Wäscheduft, der angeblich besser ist als jeder Prinz. Und eines daran ist wahr: Hier wird tatsächlich ein Märchen erzählt. Wie die meisten KonsumentInnen längst wissen sollten, lösen Wäscheparfums, Weichspüler & Co. nicht nur Allergien aus, sondern sind unter anderem schädlich für Wasserorganismen. Und damit schädlich für uns alle. (Das trifft nur in den seltensten Fällen auf Prinzen zu. Auf manche Politiker leider schon.) Waschmittel-Pods sind zwar neu auf dem Markt, aber auch nicht besser für die Umwelt. Solche Produkte beinhalten Chemie, Mikroplastik und Allergieauslöser in unterschiedlichsten Zusammensetzungen, sie sind in jede Menge Plastik verpackt – und somit eine dufte Umweltbelastung.

Trotzdem wird das Zeug gekauft. (Und zwar ganz offenbar in riesengroßen Mengen, sonst wären die Konzerne, die hinter solchen Produkten stehen, nicht dermaßen reich.) Vielleicht (oder vermutlich) wird es nicht von euch gekauft, die ihr hier lest - aber dennoch hat es mit uns allen zu tun...

Von den Problemen, die durch die Produktion, den Transport, die Verpackung und die Verwendung eines Produkts verursacht werden, erzählt in der Werbung keiner auch nur ein Wort. Und obgleich Werbung "nicht lügen darf", sind Übertreibungen (à la weißer als weiß, ein Wisch und weg...) vom Gesetzgeber abgesichert. Denn lt. Rechtssprechung könne der durchschnittlich informierte, situationsadäquat aufmerksame und verständige Durchschnittsverbraucher sogenannte „reklamehafte Übertreibungen“ erkennen (KG, Beschluss vom 03.08.2010 – 5 W 175/10 *). Mehr dazu HIER.  

* Dieser Beschluss bezieht sich auf Deutschland, doch in meiner Heimat Österreich dürfte es sich genauso verhalten, 
denn auch hierzulande werden ungeniert fantastische Geschichten von wundersamen Mitteln aller Art erzählt.


Dass ich nicht lache!
Ich unterstelle hier einfach mal, dass der "durchschnittlich informierte, situationsadäquat aufmerksame und verständige Durchschnittsverbraucher" keine Ahnung hat, was durch einen Großteil der beworbenen Produkte angerichtet wird. Weil der Zugang zu diesen Informationen heutzutage zwar leichter zu finden ist als in der Vor-Internet-Ära, aber trotzdem längst nicht so leicht wie der Zugang zu all dem Positiven, das uns die Propaganda einhämmert. Und die wenigsten suchen ja überhaupt danach.

Ich unterstelle weiter, dass der zitierte Durchschnittsverbraucher sich trotz aller Aufgeklärtheit von manchem schönen Bild, manch einem Slogan, manch einem Jingle in der Werbung einlullen lässt. Erst vor wenigen Tagen sah ich eine Werbeeinschaltung von Knorr, die suggerierte, um wieviel gesünder die Welt wird, wenn man Knorr-Produkte verwendet: Braune Landschaften überzogen sich mit frischem Grün. Nachhaltigkeit war das verwendete Schlagwort in dieser Reklame. Und ich würde es für bare Münze nehmen, vielleicht sogar verinnerlichen, hätte ich nicht eben erst über Unilever recherchiert - jenen Großkonzern, der hinter der Marke Knorr steht. Ihr werdet ein Stück weiter unten lesen, mit welchen Verbrechen an Natur und Menschen Unilever in Verbindung gebracht wird.

Wer von euch denkt bei Käse oder Schokolade nicht eher an grüne Almen und kernige Bergbauern als an Massentierhaltung in sterilen Ställen? Wer von euch meint nicht, dass saubere Wäsche "irgendwie duften" sollte. (Sollte sie nämlich nicht - im Gegenteil, Duft lenkt oft nur ab: Saubere Wäsche sollte einfach nur sauber sein.) Wer von euch weiß, dass es sich bei der berühmten Piemont-Kirsche, mit der Mon Chéri angeblich gefüllt ist, um einen Marketing-Gag von Ferrero handelt? (Die Kirschen stammen größtenteils aus Chile, zuweilen aber auch aus anderen Ländern - wo auch immer sie am günstigsten eingekauft werden können. Tatsächlich ist der Begriff Piemont Kirsche eine Erfindung von Ferrero; der Name wurde von der Firma geschützt.)

Wer hier jetzt dreimal hintereinander voller Überzeugung "Ich!" gerufen hat, ist definitiv schon ein paar Meilen weiter als der verständige Durchschnittsverbraucher. Und Hand aufs Herz: Wer von euch hat noch nie im Leben einen Werbeslogan wiederholt oder ein Lied geträllert, das aus dem Werbefernsehen stammt? Ich nehme an, das machen Kinder so, und Erwachs'ne ebenso. Nicht immer, aber immer öfter.

Wir haben natürlich alle schon gehört, dass Werbung auf Sehnsüchte und Emotionen abzielt - heile Familie, grenzenlose Freiheit, geliebt werden, mehr Zeit haben, schlank sein oder faltenfrei, dazugehören, gute Eltern sein, besser, klüger, beliebter, attraktiver, reinlicher oder reicher erscheinen als die Nachbarn, ... blablabla... Manchmal wird der Spieß umgedreht, dann sehen wir Verlierer, zickige Teenager, Menschen "wie du und ich"... aber auch ihnen dürfen wir nicht trauen, auch sie wollen uns nur etwas verkaufen. Eigentlich wissen wir, dass Werbung mit uns spielt, dass wir sie nicht ernst nehmen dürfen, dass kein Produkt uns Freiheit oder Beliebtheit oder glatte Haut schenkt. Und doch will irgendetwas Kleines, Vertrauensvolles in uns daran glauben, dass in einigem, was uns da vorgegaukelt wird, ein Körnchen Wahrheit steckt. 

Denn wenn es nicht so wäre, würde die Menschheit mindestens 90 % der beworbenen Produkte nicht kaufen. Weil niemand sie wirklich braucht.


Collage aus kostenlosen Bildern von Pixabay


Schluss mit der Märchenstunde!
Der Märchenerzähler im Lenor-Fall ist der Großkonzern Procter & Gamble. 
Man möchte kaum glauben, wie viel Dreck am Stecken ein Unternehmen haben kann, das Waschmittel bewirbt. Und doch stand und steht P&G immer wieder wegen schmutziger Angelegenheiten in der Kritik: Tierversuche, Preisabsprachen, Umweltzerstörung,… Unter anderem wurde der Konzern mit der gewaltsamen Vertreibung von indigenen Einwohnern sowie der großflächigen Rodung von Regenwald in Zusammenhang gebracht. (Damit ist er leider kein Einzelfall.)

Mehr darüber könnt ihr HIER nachlesen. Unter diesem Link könnt ihr außerdem erfahren, hinter welchen Marken der milliardenschwere Konzern Procter & Gamble sonst noch steht. Hier nur eine Auswahl der wichtigsten: Meister Proper, Pampers, Oral B, Oil of Olaz, Head & Shoulders, Gilette, blend-a-med, Ariel, Dash, Fairy, Febreze, Swiffer, Pantene, Braun Elektrogeräte, … 

Fällt euch etwas auf? Im TV scheint sich (zumindest in manchen Sendern) eine P&G-Werbung an die nächste zu reihen. Nunja, natürlich nicht ganz – es gibt ja auch noch ein paar andere Großkonzerne…



Regenwaldrodung wegen Palmöl: Müsste bei jedem Produkt gezeigt werden, welches Leid und welche Zerstörung es verursacht, würde (hoffentlich) nichts von alledem mehr gekauft werden... Fotos: via / via / via / via


Noch ein paar ach so beliebte Marken:
Hinter Markennamen wie Knorr oder Pfanni, Coral oder OMO, Lipton, Mazola, Thea, Slim-Fast, Dove, Lux, Rexona, Signal, … steht der Großkonzern Unilever. Ja, genau, der oben erwähnte, der angeblich die Landschaft grüner macht und mit Nachhaltigkeit wirbt (weil er für ein paar Produkte heimische Kräuter verwendet!)...

Unilever ist mit jährlich 1,6 Millionen Tonnen der größte Palmölkonsument weltweit! Das sollte man bei jeder Tütensuppe, jedem Waschpulver und jeder Körpermilch bedenken. Denn leider wird das Palmöl auch für diesen Konzern weder auf umweltschonende noch auf menschen- oder tierfreundliche Weise gewonnen: Verdrängung der indigenen Bevölkerung mit Waffengewalt und Raubbau an der Natur in Sumatra, Trockenlegung und Rodung von Sumpfwäldern in der Elfenbeinküste, die das letzte Rückzugsgebiet bedrohter Tierarten waren, Ausbeutung von Landarbeitern, Rodung weiter Flächen Regenwald im Kongo für Palmöl-Plantagen zur Seifenherstellung… all das geht auf das Konto dieses Unternehmens. Und schlägt sich dort aber traurigerweise nicht negativ zu Buche...

Unter DIESEM Link könnt ihr euch über weitere Marken von Unilever informieren. (Bis zum 2. Juli 2018 gehörte auch Rama noch dazu, aber diese Marke wurde mittlerweile abgestoßen. Was jedoch bestimmt nicht bedeutet, dass da plötzlich kein Palmöl aus Regenwaldrodung mehr drin wäre.) 


Wir sollten solche Bilder in unseren Köpfen behalten: 

Regenwaldbrandrodung in Indonesien und Peru / vor dem Feuer flüchtende Orang Utans in Indonesien.
Fotos: via / via / via / via

Schlimmer geht immer:
Und wer steht hinter den Marken Maggi, Wagner-Pizza, Nespresso und Nescafé, Mövenpick, Thomy, Lion, Kitkat, Buitoni, Nestea, Purina, Felix (und manchem anderen Tierfutter) sowie vielen, vielen weiteren Marken? Richtig, die Firma Nestlé - ... jener Großkonzern, dessen Unternehmenspolitik wegen unzähliger Umweltvergehen, dem Vorwurf der Wasserausbeutung, Regenwaldzerstörung und ungesunder Babynahrung immer wieder in der Kritik steht. Mehr darüber könnt ihr HIER erfahren.  

Aktuell stellt sich der Konzern gegen ein neues Abkommen, das Millionen Kakao-Bauern aus extremer Armut befreien würde. Indem Nestlé den Kakao-ProduzentInnen einen existenzsichernden Lohn verweigert, werden deren Kinder dazu genötigt, statt in die Schule auf die Felder zu gehen, um einen Teil zum kargen Familieneinkommen beizutragen. Eine Petiton gegen diese neuerliche Unfairness von Nestlé findet ihr am Ende dieses Beitrags.

Bei Umweltschützern und Menschenrechtlern gilt der Nestlé-Konzern allein schon wegen seiner kaltschnäuzigen Wasserpolitik als eines der schlimmsten Unternehmen überhaupt. (Hier nur ein Beispiel von vielen.) Leider sind die Marken dieses Konzerns schwerer zu vermeiden als viele andere, weil er in so vielen Firmen die Finger drin hat. (Aber wir geben unser bestes - und auch unsere Katzen haben wir auf anderes Futter umgestellt, sobald wir erfuhren, was da abgeht. Sie haben es locker verkraftet und werden jetzt vermutlich auch gesünder als früher ernährt.)

Hier kommt ihr zur Wikipedia-Liste der Nestlé-Marken, wenn ihr sie, so wie wir, möglichst boykottieren wollt. Diese Liste ist nicht ganz vollständig; wir haben erst vor kurzem erfahren, dass der von uns verwendete Malzkaffee Linde (ebenso wie die anderen bekannten Kaffee-Ersatzgetränke Caro und Kathreiner) zu Nestlé gehören. Seit wir das wissen, verwenden wir Lupinen- oder Getreidekaffee aus dem Reformhaus, der schmeckt genauso gut. (Wir mischen den Kaffee-Ersatz nämlich gern zum Bohnenkaffee - das macht ihn geschmacklich "molliger" und leichter verträglich. Und unser Bohnenkaffee ist natürlich kein Nescafé oder Nespresso, sondern ein guter Fair-Trade und Bio-Filterkaffe.) Apropos Kaffee - wenn ihr den ergänzenden Beitrag in meinem Blog Rostrose lest, findet ihr dort einige interessante, umweltfreundliche Verwendungstipps für Kaffeebohnen, gemahlenen Kaffee oder sogar Kaffeesatz!

Wenn ihr Kosmetik verwendet, interessiert euch vielleicht auch, dass Nestlé rund 23 Prozent vom weltgrößten Kosmetikhersteller, L’Oréal, besitzt. Und dazu gehören wiederum die Marken Garnier, Maybelline, Essie, Vichy, außerdem Diesel-Jeans...! Hier kommt ihr zum L'Oreal-Marken-Portfolio. *)

*) Und Vorsicht, auch der Naturkosmetik-Hersteller Logocos mit Marken wie Logona oder Sante gehört mittlerweile zum Kosmetikkonzern L’Oréal. All diese Marken haben sich bei uns rausgekickt. Unser Leben ist dadurch billiger geworden, aber keineswegs ärmer.


https://netzfrauen.org/wp-content/uploads/2013/11/nestle.jpg
Hier nur eine unvollständige Übersicht - Bildquelle: https://netzfrauen.org/wp-content/uploads/2013/11/nestle.jpg 



Milliardengewinne – auf Kosten der Umwelt, auf unser aller Kosten:
Bleiben wir für den Anfang mal bei den vorhin genannten Unternehmen, denn durch die von ihnen vertriebenen "alltäglichen" Produkte sind sie allgegenwärtig - und sollten von Konsumenten als das wahrgenommen werden, was sie sind: als Synonyme für Gier (ihr wisst schon: Unersättlichkeit, Raffsucht, Nestlé, Raffgier, Habsucht, Unilever ...)

😡
Mit einem Umsatz von 93,4 Milliarden US-Dollar steht Nestlé laut den Forbes Global 2000*) immer noch auf Platz 42 der weltgrößten Unternehmen - Stand: Mai 2019). Im Jahr 2015 stand die Firma zwar noch auf Platz 30 und ist somit etwas abgesackt, aber der Gewinn auf Kosten der Umwelt liegt auch jetzt noch bei immerhin 10,4 Milliarden USD. Diese Zahlen habe ich von hier. Auf der Wikipedia-Nestlé-Seite fand ich bis zum Redaktionsschluss für diesen Artikel noch andere Zahlen. 

Wie auch immer, die Zahlen sind zu hoch. Reiche und skrupellose Unternehmen wie Nestlé sind gefährlich. Sie haben viel Geld für perfekt gemachte, eingängige, glaubwürdig verpackte Werbung auf der hohen Kante, die einen großen Teil der durchschnittlich informierten, situationsadäquat aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbraucher manipuliert - und sie können in der Umwelt schrecklich großen Schaden anrichten. Nein, sie können nicht nur, sie tun es auch! UND sie zerstören kleinere Unternehmen, indem sie sie ausbooten oder aufkaufen. Doch es kommt noch dicker, wenn solche Konzerne direkt auf die Politik Einfluss nehmen. Ausgerechnet Nestlé hat dazu einiges vor - siehe Petition weiter unten!

😡
Der Großkonzern Procter & Gamble machte im Jahr 2017 einen Umsatz von 66,4 Milliarden US-Dollar, bei einem Gewinn von 10,1 Mrd. USD und steht somit auf Platz 55 der weltgrößten Unternehmen. Die Zahlen habe ich von HIER.

😡
Mit einem Umsatz von 60,6 Mrd. US-Dollar, bei einem Gewinn von 6,9 Mrd. USD, steht Unilever auf Platz 103 der weltgrößten Unternehmen (ebenfalls Stand 2017).

😡
Lasst euch all diese Milliarden einfach mal auf der Zunge zergehen. 93,4 Milliarden - 10,4 Milliarden - 66,4 Milliarden ...! Und auf der anderen Seite der Waagschale eine Natur, die am Verrecken ist (und uns alle in den Abgrund mitreißen wird, wenn wir so weitermachen)! 

😭
Und das alles, weil es diesen Konzernen gelungen ist, der Menschheit einzureden, dass Instant-Speisen, nach "Aprilfrische" riechende Wäsche, überzuckerte Frühstücksflocken, Ausbeuterkaffee in Aluminiumkapseln und ein Glatzkopf, der unser Badezimmer mit diversen sehr bedenklichen Inhaltsstoffen poliert ... irgendwie besser oder praktischer oder erstrebenswerter sind als die umweltfreundlichen und preisgünstigen Lebensmittel und Reinigungszutaten, die bis vor ein paar Jahrzehnten in so ziemlich jedem Haushalt verwendet wurden.  

Können wir Werbung für Produkte oder Firmen, die auch nur annähernd mit Umweltzerstörung zu tun haben, nicht einfach abschaffen?
Ich wäre dafür!


*) Auf den vordersten Rängen dieser Liste finden sich sonst vor allem Banken und Versicherungen, Automobilindustrie, Softwareentwickler und Firmen, die mit Elektronik, Öl und Gas und Telekommunikation zu tun haben - KLICK. Mit ziemlicher Sicherheit sind die meisten von ihnen auch nicht durch pure Menschenliebe und Umweltfreundlichkeit so groß geworden. Unten findet ihr eine Petition, die Greenwashing im Zusammenhang mit Investments verbieten soll - das wäre mal ein Schritt, um auch in diesem Bereich etwas zu tun. Und ich denke, wenn wir im übrigen bei der Vermeidung sogenannter Alltagswaren beginnen, ist fürs erste schon viel gewonnen.


Collage aus kostenlosen Bildern von Pixabay


Was können WIR tun?

Ich gebe euch hier nur ein paar Stichworte - dieser Beitrag ist ohnehin schon sehr lang. Doch ich habe zeitgleich ein ausführliches Rostosen-Posting zu genau diesem Thema gebastelt - und das könnt ihr ab sofort in meinem Blog unter DIESEM Link nachlesen.

  • In " Großmutters Schatzkiste" kramen und daraus lernen: Unter diesem Link findet ihr sieben Hausmittel, die fast alle Drogerieprodukte ersetzen: https://www.smarticular.net/diese-hausmittel-ersetzen-fast-alle-drogerieprodukte/
  • Auch tolle Kosmetik lässt sich aus Hausmittelchen wie z.B. Natron oder Essig selber herstellen - extrem preisgünstig und wirklich auch sehr effektiv! Tipps zum Herstellen von Naturkosmetik findet ihr z.B. hier: https://www.smarticular.net/bio-natur-kosmetik-zu-hause-herstellen-einfuehrung-und-grundlagen/
  • Von der nächsten Generation lernen: Es gibt mittlerweile clevere neue Produkte, die nachhaltiger hergestellt werden als in den letzten Jahrzehnten oder die auf andere Weise umweltfreundlicher sind. Tipps dazu könnt ihr in meinem oben verlinkten Beitrag nachlesen.
  • Uns genau informieren: Welche Firma steht hinter welchem Produkt? Wikipedia gibt in zahlreichen Fällen Auskunft darüber – auch welche Kritik es im Zusammenhang mit der betreffenden Marke oder Firma gibt. Nehmt euch einfach mal die Zeit, seht euch Werbung bewusst an und schlagt nach.
  • In der unteren Grafik könnt ihr euch zahlreiche Vernetzungen von bekannten Marken mit Großkonzernen ansehen. Sofern die Graphik auf eurem Bildschirm zu klein dargestellt wird, könnt ihr DIESEN LINK anklicken, da erhaltet ihr sie Bildschirm-füllend.   
  • Manche Produkte komplett vermeiden und zu anderen Produkten Alternativen verwenden: Die meisten Produkte dieser Unternehmen können gut vermieden bzw. durch umweltfreundlichere und gesündere Produkte ersetzt werden. Damit tut ihr euch selbst etwas Gutes - und der Welt ebenfalls. 

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  • Organisationen unterstützen: Organisationen wie SumOfUs, Avaaz, Campact, Rettet den Regenwald, Greenpeace, WWF ... ziehen Konzerne wie Bayer-Monsanto, Nestlé und McDonald’s zur Verantwortung, zeigen auf, informieren die Öffentlichkeit, kämpfen gegen Umweltzerstörer und Wilderer an, sammeln Unterschriften... Doch diese Organsiationen sind auf unsere Spenden angewiesen, um Großkonzerne in Schach zu halten. Es ist daher wichtig, dass möglichst jeder von uns auch hier seinen Beitrag leistet. Und wenn es nur einige wenige Euro pro Monat sind - die Menge der Mitglieder macht's! 
  • Petitionen unterschreiben: Auch wenn es nur eine virtuelle "Unterschrift" ist - damit wurde schon viel erreicht! Indem wir Politikern und Entscheidungsträgern zeigen, dass wir viele sind und dass wir ihnen auf die Finger sehen, bedienen wir uns der Macht, die uns als Konsumenten und als Bürger demokratischer Staaten zusteht. Wir können damit somanches zum Guten verändern! Ich poste hier einige wichtige Petitionen:
  • Nestlé-Mann in der Politik! Vor kurzem habe ich die Nachricht erhalten, dass der Nestlé-Lobbyist Christian Frutiger bald die Schweizer Politik aufmischen könnte, indem er einen Spitzenposten in der Schweizer Entwicklungspolitik erhält. Sein dortiger Arbeitsbereich? Die internationale Wasserpolitik! Das wäre fatal! Gerade in Zeiten der Klimakrise müssen Staaten die wertvollen Wasserressourcen schützen, statt sie der Gier von Großkonzernen auszuliefern. Es wäre daher äußerst wichtig, dass möglichst viele von euch (egal, in welchem Land ihr lebt) die Petition an die Schweizer Regierung gegen diese Ermächtigung unterschreiben - HIER ist der Link zur virtuellen Unterschriftenliste.
  • Schon wieder Nestlé: LandwirtInnen in Ghana, der Elfenbeinküste, Kamerun, Nigeria, Indonesien, Ecuador und einigen andere Länder Lateinamerikas produzieren fast den gesamten Kakao der Welt, aber Nestlé zahlt ihnen nur ein paar Cent für ihre Bemühungen. Die Regierungen von Ghana und der Elfenbeinküste wollen nun gemeinsam für einen höheren Mindestpreis für Kakao sorgen. Mit dieser fairen Bezahlung müssten von den LandwirtInnen keine Kinder mehr auf die Felder geschickt werden. Unternehmen wie Uncommon Cacao und Valhrona haben ihre Unterstützung zugesagt - doch Nestlé, einer der reichsten Konzerne dieser Welt - stellt sich gegen ein neues Abkommen, das die Kakaobauern aus extremer Armut befreien würde! Hier geht es zur Petition an Nestlé, einen weltweiten Mindestpreis für Kakao zu unterstützen und einen fairen Lohn an die Kakao-ProduzentInnen zu zahlen!
  • Greenwashing: Finanzkonzerne verkaufen uns im großen Stil vermeintlich "grüne" Investments. Aktuell sind 30 Billionen Euro in solchen Fonds angelegt. Das Problem: In Wahrheit legen die Finanzkonzerne unser Geld in Öl, Atomkraft und Braunkohle an. Und zerstören damit unser aller Natur. Doch es gibt Hoffnung: Die EU will diese Täuschung der VerbraucherInnen per Gesetz beenden. Die entscheidenden Verhandlungen haben gerade begonnen. Die Verbündeten der Finanz- und Kohlekonzerne setzen alles daran, das Gesetz zu verhindern. Bitte unterschreibt und teilt diese Petition gegen das o.g. Greenwashing!
  • Cargill - das „schlimmste Unternehmen der Welt”: In Amazonien brennen die Wälder – und eine ganz schlimmer Konzern könnte davon profitieren. Cargill, der weltgrößte Händler von Agrargütern, ist seit Jahrzehnten verantwortlich für massive Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen, unter anderem für Soja und Fleisch in Südamerika. Diese Petition kann dabei helfen, Cargill zu stoppen!
  • Gegen Waldzerstörer und Menschenrechtsverletzer: Die folgende Petition spricht vor allem meine LeserInnen aus Deutschland an: Eine Aufforderung an Frau Merkel, einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, mit dem Unternehmen verpflichtet werden, auch im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards zu achten. Unternehmen, die für Schäden an Mensch und Umwelt verantwortlich sind, müssen dafür haften. Geschädigte müssen auch vor deutschen Gerichten ihre Rechte einklagen können. Hier kommt ihr zur Petition "Waldzerstörer haftbar machen!"



Mehr über die Dinge, die wir selber tun können, gibt es wie gesagt in meinem ergänzenden Rostrosen-Beitrag zu lesen.



Vielen Dank für euer Interesse, fürs Weitersagen und
fürs Verlinken eurer Beiträge, die zum Thema Nachhaltigkeit passen!
Herzliche Rostrosengrüße,
Traude



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